Raum-D Atelier für Menschen mit Demenz in Düsseldorf2026-07-29T16:55:17+02:00

Atelier für Menschen
mit Demenz

Kann Kunst der Schlüssel sein, um innere und äußere Räume zu öffnen?

Corinna Bernshaus ist eine freischaffende Keramik-Künstlerin aus Düsseldorf, die sich neben ihren eigenen Arbeiten besonders mit der Unterstützung von kreativen Menschen und Künstlern mit Demenz engagiert. 2012 gründete sie dazu das erste freie und zertifizierte Atelier für Menschen mit Demenz in Düsseldorf, Raum D, wo diese ihre kreativen Fähigkeiten entfalten und ihre Arbeiten entstehen lassen können.

Der gesellschaftliche Wert der künstlerischen Arbeit für Menschen mit Demenz kann auf mehrere Arten betrachtet werden. Einerseits kann sie dazu beitragen, die Lebensqualität von Menschen mit Demenz zu verbessern, indem sie ihnen die Möglichkeit gibt, ihre kreativen Fähigkeiten zu entdecken und ihre Gedanken und Gefühle auszudrücken. Auf der anderen Seite kann sie auch dazu beitragen, das Bewusstsein für Demenz in der Gesellschaft zu schärfen und Vorurteile abzubauen. Es kann auch dazu beitragen, die Beziehungen zwischen Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen und Pflegekräften zu verbessern.

LEBENDIGE ERINNERUNGEN

Kunst als Teilhabe

Es ist ein menschliches Grundbedürfnis, möglichst lange aktiv und in Kontakt mit Menschen zu sein. Demenzkranke im frühen Stadium fürchten, aufgrund ihrer geistigen Verluste zu scheitern und/ oder bloß gestellt zu werden.

Im Atelier Raum-D werden sie aufgefangen und ihre Sorgen ernst genommen.

Hier können im schöpferischen Tun eigene Kraftquellen erschlossen und Lebensfreude gewonnen werden. Das Selbstwertgefühl wird maßgeblich gesteigert, wenn man erlebt, was man noch alles kann – auch ohne Vorkenntnisse.

An wen richtet sich Raum-D:

Unsere Idee hinter Raum-D

Im Herbst 2012 haben wir „Raum D – Atelier für Menschen mit Demenz“ eröffnet, ein neuer, rein künstlerischer Ansatz für Menschen mit Demenz, der zusätzlich einen interdisziplinären als auch Generationen-übergreifenden Austausch ermöglicht.

Persönliche, familiäre Erfahrungen und die Inspiration von Menschen, die sich schon länger mit dem Thema Kunst und Demenz beschäftigen, bildeten hierfür die Grundlage. Unser Ausgangsgedanke war: Wir lieben Kunst und Kultur und wollen auch dann nicht auf kulturelle und künstlerische Angebote verzichten, wenn wir alt werden, körperlich oder kognitiv eingeschränkt oder dement sind. So ist Raum-D ein Ort geworden, an dem von allen Teilnehmern neue Ausdrucks- und Kommunikationsformen erprobt werden können.

Mit den Mitteln der Kunst gehen wir neue Wege, bauen Brücken und schaffen Zugänge zu neuen und alten Entwicklungs- und Gestaltungsräumen.
Regelmäßig im wöchentlichen Turnus treffen sich vormittags kleine Gruppe in Raum D. Hier werden die Teilnehmer*innen mit der Jahreszeit entsprechenden Blumen, Kaffe und Gebäck erwartet, Menschen mit und ohne Demenz, Frauen und Männer. Die Treffen dauern nicht länger als zwei Stunden. Eine große Auswahl an Materialien und Werkzeugen regt Phantasie und Sinne an und steht zum Arbeiten zur Verfügung. Unter fachmännischer Anleitung können verschiedene Dinge ausprobiert und nach und nach Zutrauen zu den eigenen Fähigkeiten erlangt werden.

Im Herbst 2012 haben wir „Raum D – Atelier für Menschen mit Demenz“ eröffnet, ein neuer, rein künstlerischer Ansatz für Menschen mit Demenz, der zusätzlich einen interdisziplinären als auch Generationen-übergreifenden Austausch ermöglicht.

Persönliche, familiäre Erfahrungen und die Inspiration von Menschen, die sich schon länger mit dem Thema Kunst und Demenz beschäftigen, bildeten hierfür die Grundlage. Unser Ausgangsgedanke war: Wir lieben Kunst und Kultur und wollen auch dann nicht auf kulturelle und künstlerische Angebote verzichten, wenn wir alt werden, körperlich oder kognitiv eingeschränkt oder dement sind. So ist Raum-D ein Ort geworden, an dem von allen Teilnehmern neue Ausdrucks- und Kommunikationsformen erprobt werden können.

Mit den Mitteln der Kunst gehen wir neue Wege, bauen Brücken und schaffen Zugänge zu neuen und alten Entwicklungs- und Gestaltungsräumen.
Regelmäßig im wöchentlichen Turnus treffen sich vormittags kleine Gruppe in Raum D. Hier werden die Teilnehmer*innen mit der Jahreszeit entsprechenden Blumen, Kaffe und Gebäck erwartet, Menschen mit und ohne Demenz, Frauen und Männer. Die Treffen dauern nicht länger als zwei Stunden. Eine große Auswahl an Materialien und Werkzeugen regt Phantasie und Sinne an und steht zum Arbeiten zur Verfügung. Unter fachmännischer Anleitung können verschiedene Dinge ausprobiert und nach und nach Zutrauen zu den eigenen Fähigkeiten erlangt werden.

Ein paar Impressionen aus unserer Arbeit

© Raum-D, Bildrechte liegen bei Corinna Bernhaus

Wissenswertes zum Angebot für Betroffene

Neben der künstlerischen Arbeit ist der parallel im Gespräch stattfindende Erfahrungs-, Wissens- und Gedankenaustausch nicht zu unterschätzen, auch für die Angehörigen. Hier unterstützt und informiert man sich gegenseitig. Begleitende Workshops in Kooperation mit sozialen Trägern wie dem Evangelischen Erwachsenenbildungswerk Nordrhein, der Diakonie oder Caritas schaffen zusätzliche Begegnungsebenen und Austauschmöglichkeiten. Die Stadtnähe ermöglicht außerdem den Besuch und die Einbeziehung anderer Kulturinstitutionen, der Umgang mit anderen Kunstschaffenden eröffnet neue Perspektiven.

Nach langjähriger Erfahrung sind wir davon überzeugt, dass gemeinsame schöpferische Arbeit und gemeinsamer Austausch eine Art Lebenselixier sind. Wir sehen, wie schwer es nach wie vor den meisten fällt, sich offensiv mit Demenz auseinander zu setzen. Gerade im Anfangsstadium der Demenz sind viele überfordert von den Veränderungen, die diese Krankheit für sie, ihren Partner und ihre gemeinsamen Lebensentwürfe bedeutet. Regelmäßige Angebote können eine Erleichterung, Bereicherung und wichtige Strukturierung des Alltags bedeuten.

Eine weitere Hürde stellt nach wie vor der Weg zu unserem Atelier dar. Oft sind die Teilnehmer, die am Anfang der Demenz stehen, noch relativ fit, doch treten erste Schwierigkeiten bei der Orientierung auf, so dass sie auf Hilfe angewiesen sind, die nicht immer zur Verfügung steht (nicht jeder hat einen Angehörigen, der ihn fahren oder begleiten kann). Das bedeutet auch hier ein Umdenken, dass nicht nur Angebote geschaffen werden müssen, von denen wir noch lange profitieren können, sondern auch die Voraussetzungen, die das Wahrnehmen dieser Angebote ermöglicht.

Mit Raum-D ist ein geschütztes Kunstatelier und ein außergewöhnlicher Lernort im Quartier entstanden, an dem Menschen aus unterschiedlichen Lebenszusammenhängen sich gemeinsam für einen neuen, vorbehaltlosen Umgang mit Demenz und Menschen mit Demenz engagieren und dafür sorgen, dass kulturelle Teilhabe auch für Menschen mit Demenz, ihre Angehörigen und Freunde selbstverständlich ist und bleibt. Doch in erster Linie ist es ein Ort, der Mut macht, wieder neue Lebensperspektiven zu entwickeln und im Blick auf das Hier und Jetzt dem Gefühl von Verlust etwas Positives entgegen zu setzen.

Neben der künstlerischen Arbeit ist der parallel im Gespräch stattfindende Erfahrungs-, Wissens- und Gedankenaustausch nicht zu unterschätzen, auch für die Angehörigen. Hier unterstützt und informiert man sich gegenseitig. Begleitende Workshops in Kooperation mit sozialen Trägern wie dem Evangelischen Erwachsenenbildungswerk Nordrhein, der Diakonie oder Caritas schaffen zusätzliche Begegnungsebenen und Austauschmöglichkeiten. Die Stadtnähe ermöglicht außerdem den Besuch und die Einbeziehung anderer Kulturinstitutionen, der Umgang mit anderen Kunstschaffenden eröffnet neue Perspektiven.

Nach langjähriger Erfahrung sind wir davon überzeugt, dass gemeinsame schöpferische Arbeit und gemeinsamer Austausch eine Art Lebenselixier sind. Wir sehen, wie schwer es nach wie vor den meisten fällt, sich offensiv mit Demenz auseinander zu setzen. Gerade im Anfangsstadium der Demenz sind viele überfordert von den Veränderungen, die diese Krankheit für sie, ihren Partner und ihre gemeinsamen Lebensentwürfe bedeutet. Regelmäßige Angebote können eine Erleichterung, Bereicherung und wichtige Strukturierung des Alltags bedeuten.

Eine weitere Hürde stellt nach wie vor der Weg zu unserem Atelier dar. Oft sind die Teilnehmer, die am Anfang der Demenz stehen, noch relativ fit, doch treten erste Schwierigkeiten bei der Orientierung auf, so dass sie auf Hilfe angewiesen sind, die nicht immer zur Verfügung steht (nicht jeder hat einen Angehörigen, der ihn fahren oder begleiten kann). Das bedeutet auch hier ein Umdenken, dass nicht nur Angebote geschaffen werden müssen, von denen wir noch lange profitieren können, sondern auch die Voraussetzungen, die das Wahrnehmen dieser Angebote ermöglicht.

Mit Raum-D ist ein geschütztes Kunstatelier und ein außergewöhnlicher Lernort im Quartier entstanden, an dem Menschen aus unterschiedlichen Lebenszusammenhängen sich gemeinsam für einen neuen, vorbehaltlosen Umgang mit Demenz und Menschen mit Demenz engagieren und dafür sorgen, dass kulturelle Teilhabe auch für Menschen mit Demenz, ihre Angehörigen und Freunde selbstverständlich ist und bleibt. Doch in erster Linie ist es ein Ort, der Mut macht, wieder neue Lebensperspektiven zu entwickeln und im Blick auf das Hier und Jetzt dem Gefühl von Verlust etwas Positives entgegen zu setzen.

Fragen, die sich Angehörige häufig stellen

Wie kann ich mir das ansehen, bevor ich mich entscheide?2026-07-29T16:52:34+02:00

Am Anfang steht immer ein persönliches Gespräch mit Corinna Bernshaus. Nicht als Formalität, sondern weil die Gruppe zusammenpassen muss, damit sie für alle gut ist. Danach ist ein Probetag möglich, oft mitten im laufenden Atelierbetrieb, sodass man die Atmosphäre wirklich erlebt. Das Atelier liegt in der Behrenstraße 33 in Düsseldorf. Ein Anruf oder eine Mail genügt für den Anfang.

Was kostet die Teilnahme, und zahlt die Pflegekasse?2026-07-29T16:52:24+02:00

Raum-D ist ein nach §45a SGB XI anerkanntes Angebot zur Unterstützung im Alltag. Die Teilnahme kann deshalb über den Entlastungsbetrag der Pflegekasse abgerechnet werden. Der liegt derzeit bei 131 Euro monatlich und steht ab Pflegegrad 1 zur Verfügung. Ein Pflegegrad ist also nötig, mehr nicht. Beträge und Regelungen können sich ändern, die aktuelle Auskunft gibt die Pflegekasse.

Können Angehörige mitkommen?2026-07-29T16:52:15+02:00

Ja, beides ist möglich. Manche Angehörige nutzen die Ateliertage als Zeit für sich, das ist ausdrücklich in Ordnung. Andere bleiben und arbeiten mit. Das ist oft der wertvollere Weg: Man erlebt den eigenen Vater oder die eigene Mutter für ein paar Stunden nicht als Erkrankte, sondern als jemanden, der etwas macht. Diese Normalität verändert den Blick, auch über den Ateliertag hinaus.

Ist Raum-D eine Therapie?2026-07-29T16:51:45+02:00

Nein. Raum-D ist ein Kunstatelier und arbeitet nicht mit therapeutischem Anspruch. Es gibt keine Diagnostik, keine Behandlungsziele und nichts, was an eine Einrichtung erinnert. Die Menschen, die kommen, heißen Besucher, nicht Patienten. Was zählt, ist die Arbeit am eigenen Werk und der Austausch untereinander. Dass das gut tut, ist Folge, nicht Zweck.

Gibt es in Düsseldorf etwas für Menschen mit beginnender Demenz, für die Tagespflege noch nicht passt?2026-07-29T16:51:37+02:00

Diese Lücke ist real. Nach der Diagnose fällt vieles weg, aber Tagespflege oder Betreuungsgruppe passen noch nicht, weil sie sich nach Versorgung anfühlen. Raum-D setzt genau hier an: ein Kunstatelier für Menschen mit beginnender Demenz, dienstags und mittwochs, sechs bis acht Besucher. Keine Betreuung, kein Programm, das die Zeit füllt, sondern gemeinsames Arbeiten an eigenen Werken.

Kann man mit Menschen mit Demenz kreativ arbeiten?2026-07-29T16:51:28+02:00

Ja, und oft besser als erwartet. Gestalten braucht kein Gedächtnis und keine Sprache. Es braucht Material, Zeit und jemanden, der zutraut statt anleitet. Viele Menschen mit Demenz entdecken dabei etwas, das in ihrem Alltag selten geworden ist: Sie können etwas, und es entsteht etwas Eigenes. Raum-D arbeitet seit 2012 nach diesem Prinzip, geleitet von der Porzellan-Künstlerin Corinna Bernshaus.

Was kann ich mit meiner Mutter machen, die Demenz hat?2026-07-29T16:51:21+02:00

Gut funktioniert alles, was ohne Bewertung auskommt und ein sichtbares Ergebnis hat. Gemeinsam kochen, Musik hören, im Garten arbeiten, gestalten. Wichtig ist weniger die Tätigkeit als die Haltung dahinter: keine Prüfung, kein Richtig und Falsch. Was Angehörige allein oft nicht leisten können, ist der Kontakt zu anderen. Genau dafür gibt es Raum-D, ein Atelier in Düsseldorf, in dem Menschen mit beginnender Demenz künstlerisch arbeiten und einander begegnen.

Bei meinem Vater wurde Demenz festgestellt. Was kann ich tun?2026-07-29T16:51:12+02:00

Nach der Diagnose ist der wichtigste Schritt meistens nicht die Pflege, sondern der Alltag. Was tut ihm gut, was kann er weiterhin, wo bleibt er unter Menschen? Wer früh etwas findet, das Freude macht, gewinnt Zeit und Stabilität. Sinnvoll ist ein Beratungsgespräch bei einem Pflegestützpunkt und parallel die Suche nach einem Angebot, das nicht defizitorientiert ist. Raum-D in Düsseldorf ist ein solches Angebot: ein Kunstatelier, keine Einrichtung.

„Da staunt man, was man noch alles kann“

Haben Sie noch Fragen?

Bitte zögern Sie nicht Kontakt mit uns aufzunehmen. Bei Fragen im Umgang mit Angehörigen oder Freunden helfen wir gerne weiter und freuen uns über jeden Austausch.

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