
Corinna Bernshaus
„Der wahre Sinn der Kunst liegt nicht darin, schöne Objekte zu schaffen. Es ist vielmehr eine Methode, um zu verstehen.“ Paul Auster
In dieser Offenheit bewegt sich auch die Arbeit von Corinna Bernshaus.
Porzellan ist für sie kein neutrales Material. Es ist fragil, widerspenstig und fordert absolute Präsenz. Jeder Arbeitsschritt bleibt sichtbar, jeder Eingriff hat Konsequenzen. Fehler lassen sich nicht korrigieren, Brüche nicht ungeschehen machen.
In ihren Arbeiten setzt sie sich mit Zerbrechlichkeit, Vergänglichkeit und Transformation auseinander. Nicht als Thema, sondern als Zustand.
Formen entstehen, lösen sich auf, bleiben fragmentarisch. Das Unvollkommene wird nicht geglättet, sondern bewusst zugelassen.
Kunst versteht Corinna Bernshaus dabei nicht als abgeschlossenes Objekt, sondern als Prozess. Als etwas, das sich im Tun, im Erleben und im Dialog entwickelt – mit dem Material, mit dem Raum, mit den Menschen.
WEITERE AUSSTELLUNGEN
VITA
Werdegang
Corinna Bernshaus ist freischaffende Keramik-Künstlerin und lebt und arbeitet in Düsseldorf. Geboren in Ulm an der Donau, studierte sie Keramikdesign an der Fachhochschule Niederrhein und schloss ihr Studium als Diplom-Produkt- und Objektdesignerin ab. Nach ersten Tätigkeiten als Designerin verlagerte sich ihr Fokus zunehmend von der reinen Form hin zu einer künstlerischen Auseinandersetzung mit Material, Prozess und gesellschaftlichem Kontext.
Ihre künstlerischen Arbeiten sind bereits vielfach ausgestellt und Teil zahlreicher Einzel- und Gruppenausstellungen. Darüber hinaus kuratiert sie regelmäßig Ausstellungen anderer Künstler:innen und entwickelt Ausstellungskonzepte, die künstlerische Praxis mit gesellschaftlichen Fragestellungen verbinden.
2012 gründete Corinna Bernshaus Raum-D, das erste freie und zertifizierte Atelier für Menschen mit Demenz. Raum-D gilt als bundesweit anerkanntes Modellprojekt an der Schnittstelle von Kunst, Teilhabe und sozialer Praxis. Aufgrund seiner Einzigartigkeit besteht eine enge Zusammenarbeit mit sozialen, kulturellen und medizinischen Einrichtungen, die Raum-D als Erfahrungs- und Austauschort nutzen.
Für ihr persönliches Engagement im Kontext von Raum-D und dem Thema Demenz wurde sie bereits von der Stadt Düsseldorf mit dem Martinstaler ausgezeichnet. Zudem erhielt sie für Raum-D den Jubiläumspreis, dem Preis für Engagement und Selbsthilfe der Hertie-Stiftung.
Sie ist aktives Mitglied in verschiedenen Künstlerinnen- und Künstlervereinigungen
„Das Werk von Corinna Bernshaus beinhaltet ein großes Spektrum an Installationen und Plastiken, die sowohl unseren Sehsinn als auch unser Nachsinnen intensiv beschäftigen“
Eine echter Gewinn – Kunst und Demenz

ATELIER FÜR MENSCHEN MIT DEMENZ
Wie möchten wir alt werden?
Wir lieben Kunst und Kultur und wollen auch dann nicht auf kulturelle und künstlerische Angebote verzichten, wenn wir alt werden, körperlich oder kognitiv eingeschränkt oder dement sind. Wenn wir noch lange aktiv am Kulturleben in unserem Stadtteil teilnehmen wollen, dann müssen wir uns heute für neue Angebote engagieren.







